Wie funktioniert Modul 3 genau?
Bei Modul 3 unterteilt Dein Netzbetreiber den Tag in mehrere Tarifstufen, zum Beispiel:
- Niederlasttarif (NT): Zeiten mit geringer Netzauslastung – hier zahlst Du weniger
- Standardtarif (ST): normale Auslastung
- Hochlasttarif (HT): Zeiten mit hoher Netzauslastung (häufig morgens und abends) – hier ist das Netzentgelt am teuersten
Verschiebst Du Deinen Verbrauch – etwa das Laden Deines E-Autos – in Zeiten mit niedriger Netzauslastung, zahlst Du dafür ein günstigeres Netzentgelt. Der Arbeitspreis für die eigentliche Energielieferung bleibt davon unberührt; es geht ausschließlich um den Netzentgelt-Anteil auf Deiner Rechnung.
Warum unterscheidet sich Modul 3 von Netzbetreiber zu Netzbetreiber?
Die gesetzliche Grundlage (§ 14a EnWG) und die zugehörige Festlegung der Bundesnetzagentur (Az. BK6-22-300 und BK8-22/010-A) geben nur den Rahmen vor: dass es Modul 3 geben muss, wie es sich zu den anderen Modulen verhält und ab wann es frühestens angeboten werden musste. Die konkrete Ausgestaltung – also wie hoch NT, ST und HT jeweils sind und zu welchen Uhrzeiten sie gelten – legt jeder Netzbetreiber individuell fest, orientiert an der tatsächlichen Auslastung seines eigenen Netzes. Das führt dazu, dass sich die Tarifstufen und deren Zeitfenster von Netzgebiet zu Netzgebiet unterscheiden können - und auch in welchem Quartal sie angeboten werden.
Diese Werte veröffentlicht jeder Netzbetreiber in seinem eigenen Preisblatt.